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Sechs Wochen Schaufensterausstellung im
SPD-Bürgerbüro Wegen der Corona-Einschränkungen wird auf eine besondere Ausstellungseröffnung verzichtet und bewusst die Präsentation als Schaufensterausstellung gewählt. "Somit haben alle Lehrterinnen und Lehrter die Möglichkeit, sich jederzeit zu informieren. In allen vier Fenstern des SPD Bürgerbüros, Bahnhofstraße 2, sind Dokumente und der Entwurf eines Gedenksteins ausgestellt. Die gezeigten Dokumente und Daten stammen aus öffentlichen Quellen und dem Lehrter Stadtarchiv. Eine Übersichtskarte, die von Manfred Hoffmann erstellt wurde, zeigt einen Überblick über die vielen Orte von Zwangsarbeit in der Kernstadt Lehrte und den Ortschaften. Die Dokumente belegen, wie schutz- und rechtlos insbesondere die aus Polen und die ehemaligen Sowjetunion verschleppten Männer, Frauen und Kinder dem NS-System ausgeliefert waren. Die Initiatoren der Ausstellung, SPD Ratsfrau Helga Laube-Hoffmann und SPD-Ratsherr und Vorsitzender der SPD Lehrte Dr. Bodo Wiechmann, erläutern: "Uns geht es um das Erinnern und Gedenken. Wir wollen aber auch zum Nachdenken anregen und die öffentliche Auseinandersetzung mit diesem dunklen Kapitel der eigenen Geschichte intensivieren." Die Ausstellung kann nur ein Baustein der Erinnerungskultur in Lehrte sein. Wichtig ist eine wissenschaftlich fundierte Aufarbeitung durch eine Dokumentation der Opfer der NS Herrschaft in Lehrte. Laube-Hoffmann verweist hierzu auf die geplante Sondersitzung des Kulturausschusses der Stadt Lehrte am 4. Mai 2021 und erklärt: "Wir freuen uns über das Angebot des Antikriegshauses Sievershausen zur möglichen Übernahme der Projektträgerschaft, dass der Geschäftsführer Elvin Hülser in der Sitzung erläutern wird. Und wir hoffen auf eine breite Unterstützung."
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